EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Ehlenbruch von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2020 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten
Bahnstation Ehlenbruch Bahnstation Ehlenbruch

Bau und Streckeneröffnung

Am 1. Oktober 1903 eröffneten die Preußische Staatseisenbahnen den 10,33 km langen Streckenabschnitt von Lage (Lippe) über Ehlenbruch nach Oerlinghausen. Das letzte 11,44 km lange Teilstück zwischen Oerlinghausen und Bielefeld und damit die Gesamtstrecke ging am 1. Oktober 1904 in Betrieb. Der Bahnhof hatte ein Überholgleis und zwei Gütergleise, die an den Rampen endeten sowie einen Gleisanschluss. Im Bahnhof gab es zwei Schüttbahnsteige.

Das Empfangsgebäude Ehlenbruch

Das aus Backsteinfachwerk gebaute dreigliedrige Empfangsgebäude wurde im preußischen Einheitsstil errichtet. Das symmetrische, einstöckige Hauptgebäude hatte zur Straßenseite einen Giebelrisalit (ein Bauteil, das aus der Fassade vorspringt). Durch das konnten die Reisenden in den Schalterraum gelangen, der gleichzeitig auch Warteraum war. Hinter dem Fahrkartenschalter befand sich ein Dienstzimmer, in dem auch ein Stellwerk untergebracht war. Von hier wurden die Weichen, Signale und eine Schrankenanlage gestellt. In Richtung Lage war ein Güterschuppen ebenfalls aus Backsteinfachwerk errichtet worden. Er verfügte über eine überdachte Seiten- und Kopframpe.

Weitere Streckeneröffnungen und Ausbauten

1987 wurden die Gütergleise zurückgebaut. 1995 baute man die Gleisanlage bis auf das Streckengleis zurück, erneuerte die Bahnsteige und nahm das Stellwerk aus dem Betrieb. Der Fahrkartenschalter wurde geschlossen. Der Bahnhof war nun ein Haltepunkt.

Was hat sich verändert, was ist geblieben

Das Empfangsgebäude wurde im Oktober 2014 verkauft. 2017 übernahm der Verein der Eisenbahnfreunde Lippe e. V. das Gebäude und sanierte es vorbildlich.
Bilder Ehlenbruch
Luftaufnahme
Planung und Konzession Begatalbahn Bielefeld Hbf Hameln
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