EINE DOKUMENTATION
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Bau und Streckeneröffnung Am 17. April 1857 begannen die Bauarbeiten an der Ruhr-Sieg- Strecke. Am 6. August 1861 eröffnete die Bergisch-Märkische Eisenbahn- Gesellschaft (BME) den Streckenabschnitt der Ruhr-Sieg-Strecke von Altena (Westf) nach Siegen. Die Eröffnung der 106 Kilometer langen Gesamtstrecke war am 6. August 1861. Im Raum Meggen gab es große Vorkommen an Schwefelkies, die aufgrund mangelnder Transportmöglichkeiten nicht abgebaut werden konnten. Das änderte sich mit Eröffnung der Ruhr-Sieg-Eisenbahn. Allerdings musste der Schwefelkies mit Pferdefuhrwerken zum Bahnhof Grevenbrück transportiert, um dort auf die Bahn verladen zu werden. 1869 erhielt die Schwefelkiesgrube Sicilia in Meggen einen Bahnanschluss. Eine Personenhaltestelle war jedoch nicht geplant. Erst im Juni 1886 richtete die Königlich Preußische Staatseisenbahnen (K.P.St.E.) einen Haltepunkt für den Personenverkehr ein. Das Güter- und Personenaufkommen wuchs stetig, sodass 1907 der Bau eines Stationsgebäudes sowie eines Güterbahnhofs durch Ministererlass bewilligt wurde.

Das Empfangsgebäude Meggen

Das Stationsgebäude im typischen Sauerlandstil wurde am 1. Oktober 1911 vom örtlichen Pfarrer eingeweiht. Das Fundament bestand aus Bruchsteinen. Das traufenständige, zweistöckige Fachwerkgebäude mit Krüppelwalmdach war mit Schindeln aus Schiefer gedeckt, im Erdgeschoss verputzt und das Ober- und Dachgeschoss mit Schieferschindeln verkleidet. Es verfügte in Richtung Kreuztal über einen etwas niedrigeren, ebenfalls zweistöckigen Anbau in gleicher Bauweise. Auf der entgegengesetzten Gebäudeseite war ein Fachwerkgüterschuppen mit flachem Walmdach und Seitenrampen angebaut worden. Im Erdgeschoss gab es die üblichen Diensträume für Wartesaal, Fahrkarten- und Gepäckschalter sowie eine Bahnhofsgaststätte. Der Bahnhof hatte einen Inselbahnsteig, zu dem ein überdachter Treppenabgang aus Fachwerk zum Personentunnel führte. Er befand sich auf der südlichen Gebäudeseite. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen 1937 erhielt der Bahnhof ein Stellwerk. 1968 war Meggen eine selbstständige Dienststelle mit Fahrkartenausgabe, Gepäckabfertigung, Güterabfertigung mit eigenem Rangierdienst. Am 21. September 1969 wurden die beiden Stellwerke aus dem Betrieb genommen und später abgerissen 1979 endete der Fahrkartenverkauf. 2003 änderte die Deutsche Bahn AG den Bahnhofsnamen von Meggen (Westf) in Lennestadt-Meggen um. 2007 riss die Deutsche Bahn AG den Güterschuppen ab und verkaufte der Stadt das Stationsgebäude, die dafür einen Investor suchte. Was hat sich verändert, was ist geblieben Das Empfangsgebäude wurde nach 1979 als Mietshaus weiter genutzt. Da sich kein Investor fand, begangen am 13. Februar 2020 bei Regenwetter die Abrissarbeiten des Stationsgebäudes.
Bilder Meggen
Luftaufnahme
Planung und Konzession PANORAMA Hagen - Haiger Hagen Hbf Haiger Filmbild Lennestadt-Meggen

Bahnstation Lennestadt-Meggen