EINE DOKUMENTATION
Bahnstation Osterspai © Copyright 2000 - 2022 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten
Bau und Streckeneröffnung Am 22. Februar 1862 baute die Wiesbadener Eisenbahn-Gesellschaft die 56,6 Kilometer lange rechte Rheinstrecke zwischen Rüdesheim und Oberlahnstein weiter aus. Die zunächst eingleisige Gesamtstrecke von Wiesbaden nach Niederlahnstein ging am 3. Juni 1864 in Betrieb.

Das Empfangsgebäude Osterspai

Der traufenständige, zweistöckige Typenbau im Stil des Klassizismus (ähnlich Kestert) befand sich an der Ortsseite und nördlich der Strecke. Der Putzbau mit Fries besaß rechteckige Sprossenfenster, die durch Buntsandstein eingerahmt waren. An den Giebelseiten und über dem Portal waren Okulti (kreisförmige Öffnungen) eingearbeitet. Im Erdgeschoss befanden sich der Fahrkarten- und Gepäckschalter sowie ein Warteraum. Im Obergeschoss gab es Wohnraum für die Bahnbediensteten. Das Empfangsgebäude wurde wahrscheinlich um 1900 in Richtung Norden durch einen Anbau verlängert. Ein Güterschuppen aus Fachwerk entstand gleichzeitig an der östlichen Giebelseite des Empfangsgebäudes. Er besaß eine Kopf- und Seitenrampe. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen 1866 gehörte Osterspai zu Preußen. Die „Deutsche Bundesbahn“ errichtete einen Stellwerksraum auf dem Hausbahnsteig. 2007 wurden die Bahnsteige erneuert und das Stellwerk aus dem Betrieb genommen. Was hat sich verändert, was ist geblieben Das Empfangsgebäude erhielt nach dem Zweiten Weltkrieg einen Gebäudeanstrich. Der Buntsandstein wurde mit Farbe überstrichen. Die Fenster im Obergeschoss hatten für einige Zeit Fensterläden, die nach 2010 entfernt wurden. Den Güterschuppen verkaufte die Deutsche Bahn AG. Der neue Besitzer sanierte das Gebäude und strich es in dunkler Farbe an. Leider erhielt das Fachwerk den gleichen Farbanstrich.
Bahnhof Osterspai
Bahnhof 1910
Luftaufnahme
Bilder Osterspai
Bahnhof 1910 Planung und Konzession Rechte Rheinstrecke Wiesbaden Hbf Niederlahnstein

Bahnstation Osterspai