EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Lünen-Preußen von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2021 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten Bahnstation Lünen-Preußen Bahnstation Lünen-Preußen
Bau und Streckeneröffnung Die Bahnstrecke von Dortmund nach Enschede baute die Dortmund- Gronau- Enscheder Eisenbahn- Gesellschaft (DGE) in mehreren Teilstrecken. Auf dem ersten, 14,27 Kilometer langen Teilstück von Dortmund über Derne nach Lünen begann der Personenverkehr am 25. November 1874, der Güterverkehr folgte am 4. Dezember 1874. Die Gesamtstrecke nach Enschede (Niederlande) wurde am 15. Oktober 1875 eröffnet. Hintergründe Mit Eröffnung der Zeche Preußen der Harpener Bergbau AG 1896 wurde auch der Bahnhof Preußen in Hostmar, der seit 1923 ein Stadtteil von Lünen ist, eröffnet. Dieser Bahnhof war vorrangig für den Güterverkehr gedacht und lag an der Strecke zwischen Oberhausen- Osterfeld Süd und Hamm (Westf). Dieser wuchs so stark, dass man 1898 die Strecke nach Dortmund zweigleisig ausbaute. An ihr wurde am 1. Mai 1905 der Bahnhof Lünen Süd eröffnet, der weit außerhalb der Stadt lag. 1907 ging dann die Zeche Viktoria in Betrieb. Der schwache Personenverkehr im Südbahnhof wurde 1920 zum Bahnhof Preußen verlegt. Das Empfangsgebäude Lünen-Preußen Der Bahnhof wurde am 19. Februar 1920 eröffnet. Der traufenständige, zweistöckige Klinkerbau mit Walmdächern lag etwas versetzt zur Straßenseite und unterhalb des Bahndamms. Ein zweitüriger Windfang vor der Schalterhalle sprang aus der Fassade hervor. Auf ihrem Dach war eine Bahnhofsuhr in einer Fledermausgaube installiert worden. Nördlich des Gebäudes war ein zweistöckiger Anbau mit Rechteckfenstern errichtet worden. In seinem Erdgeschoss waren Diensträume entstanden, im Obergeschoss befanden sich Wohnungen. Der daran anschließende Turm dürfte für den Gepäcktransport genutzt worden sein. Im südlichen Anbau auf L-förmigen Grundriss mit großen Bogenfenstern befand sich eine Bahnhofsgaststätte sowie Wartesäle. Sie konnten nur über die Schalterhalle erreicht werden, in der sich auch die Schalter für Fahrkarten und Gepäck befanden. Ein Personentunnel führte zum Inselbahnsteig, dessen Treppenabgänge überdacht waren. Ein Güterschuppen mit Seitenrampen befand sich auf der anderen Gleisseite. Für den Güterverkehr war der Bahnhof nur eingeschränkt nutzbar, da er keine Kopframpe (OK) besaß. Die Fläche zwischen Stationsgebäude und Bahndamm wurde erst später durch Anbauten mit Flachdach ergänzt. Der Bahnhof gehörte 1938 zur Rangklasse III. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen Am 18. Oktober 1924 eröffnete die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft (DRG) die 45,4 Kilometer lange Strecke zwischen Preußen und Münster (Westf). Zwischen 2014 und 2017 wurde das Stationsgebäude und die Bahnsteige modernisiert. Der Eingangsbereich wurde grundlegend umgestaltet. Die Gleisanlage mit ursprünglich sechs Gleisen besitzt heute neben den zwei Durchgangsgleisen nur noch ein Umfahrgleis. Was hat sich verändert, was ist geblieben Das Empfangsgebäude hat trotz der Umbauten seine typische Silhouette behalten.
Planung und Konzession
Bahnhof Preußen um 1930
Luftaufnahme
Bilder Lünen
Bahnhof Preußen um 1930 Lünen - Münster Lünen-Preußen Münster Hbf Dortmund - Gronau (Westf.) Dortmund Hbf Gronau (Westf.)