EINE DOKUMENTATION
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Planung und Konzession Seit 1816 gehörte der „Rheinkreis“ zum Königreich Bayern. Nachdem 1835 die Ludwigseisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth in Betrieb genommen wurde, gab es Pläne eine Eisenbahnlinie innerhalb des „Rheinkreises“ zu bauen. Am 21. Dezember 1837 genehmigte der bayrische König Ludwig I. den Bau einer Eisenbahn von der „Rheinschanze“ zur preußischen Grenze bei Bexbach. Die Pfälzische Ludwigsbahn Gesellschaft erhielt durch  Bayerische Konzession vom 19. April 1838 (Döllingersche Sammlung Band 31 Seite 329) die Erlaubnis zum Bau und Betrieb einer Strecke von Ludwigshafen a. Rhein nach Neustadt (Haardt) Hbf. Die bayerische Konzession vom 11. Oktober 1852 (Satzungen der pfälzischen Ludwigsbahn Beilage V Seite 45) wurde der „Pfälzische Ludwigsbahn Gesellschaft“ zum Bau und Betrieb einer Strecke von Ludwigshafen a. Rhein zur bayerischen Landesgrenze bei Worms erteilt. Der Anschluss der Strecke an die Strecke Mainz-Worms wurde zwischen Bayern und Hessen durch den Staatsvertrag vom 28. August 1852 vereinbart. Die Bayerische Konzession vom 28. Juni 1862 (Kreisamtsblatt für die Pfalz Jahrgang 1862 Seite 1118) zum Bau und Betrieb einer Strecke Ludwigshafen (Rhein) Hbf-Blockstelle zur bayerischen Landesgrenze (Mitte Rheinbrücke) einschließlich Verbindungsbogen-Verbindungsbahn erhielt die Ludwigsbahn-Gesellschaft. Bau und Eröffnung Der Streckenbau begann ab April 1844 gleichzeitig in Ludwigshafen, Neustadt an der Haardt (heute Weinstraße), Kaiserslautern und Homburg in Richtung Bexbach. Die Schienenverlegung begann im April 1846. Bahnhöfe waren in Ludwigshafen, Schifferstadt, Haßloch, Neustadt, Lambrecht-Grevenhausen, Frankenstein, Kaiserslautern, Landstuhl, Bruchmühlbach, Homburg und Bexbach vorgesehen. Stationen gab es in Hochspeyer, Böhl und Mutterstadt. Die Arbeiten an der Eisenbahnstrecke von Mainz nach Mannheim wurden in fünf Streckenabschnitten gebaut und am 15. November 1853 abgeschlossen. Auf dem ersten Streckenabschnitt von Ludwigshafen nach Neustadt (Weinstraße) begann der Eisenbahnbetrieb am 11. Juni 1847. Im gleichen Jahr entstand die Lokstation. Die Eröffnung der Gesamtstrecke war am 25. August 1849. Das erste zweistöckige Empfangsgebäude mit eingeschossigem Seitenflügel und Uhrenturm für den Kopfbahnhof wurde 1847 in Betrieb genommen. Mit Eröffnung der Strecke nach Worms am 15. November 1853 gab es eine Verbindung über die Rheinbrücke nach Mannheim. Am 25. Februar 1867 errichtete man zwei dreigeschossige Flügelbauten im romantischen Baustil. 1882 entstand ein Mittelrisalit mit Eckpavillons im eklektizistischen Baustil (Bild: Bahnhof um 1900). Um 1910 kamen noch Zwischenbauten mit Arkaden hinzu. 1865 wurden zwei Gleisanschlüsse zur BASF verlegt und die Güteranlage wesentlich vergrößert. 1896 erhielt der Bahnhof ein Bahnbetriebswerk. Was hat sich verändert 1954 waren die Bauarbeiten für einen neuen Kopfbahnhof und der Gleisanlage abgeschlossen. Der Architekt Ernst Geissler baute zwischen den verbliebenen alten Flügelbauten eine 600 qm große Schalterhalle, in der es drei Läden, eine Milchbar und eine Bahnhofsgaststätte gab. Zur Eingangsseite war ein umlaufendes Dach vorgebaut worden. 1969 baute man an anderer Stelle den heutigen Durchgangsbahnhof vollkommen neu auf. 1972 wurde das alte Stationsgebäude von 1954 abgerissen.
Ludwigshafen (Rhein) Hbf Z Bahnhof iel
Die Eisenbahn “kam” am 11. Juli 1847 nach Ludwigshafen. Also 12 Jahre nach der Eröffnung der ersten Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth 1835. Ludwigshafen hatte zu diesem Zeitpunkt 1.520 Einwohner (Ende 2016 waren es 166.621 Einwohner).  
Bilder Ludwigshafen
Bahnhof um 1900
Luftaufnahme
Bahnhof um 1900
Bahnhof von 1847
Bahnhof von 1847
Bahnhof 1954
Bahnhof 1954 Rheinschanze
Saarbrücken - Mannheim
Mainz - Mannheim
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