EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Linz (Rhein) von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2022 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten
Bau und Streckeneröffnung Am 11. Juli 1870 wurde das 41,92 Kilometer lange Teilstück der „rechten Rheinstrecke“ zwischen Oberkassel (heute Bonn-Oberkassel) über Linz (Rhein) nach Neuwied eröffnet.

Das Empfangsgebäude Linz (Rhein)

Der traufenständige, zweistöckige Putzbau im Stil des Klassizismus mit Fugenschnitt im Erdgeschoss und Satteldach wurde von der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft (RhE) 1870 in Betrieb genommen. Er besaß an Orts- und Gleisseite einen Giebelrisalit mit gereihten (mit einem Rahmen zusammengefasste) Bogenfenster im Giebel. Ein Gurtgesims (an Fassaden, das zwischen den Geschossen liegt), trennte optisch die Stockwerke. Das Gebäude besaß Rechteckfenster mit Sandsteinrahmen. Im Erdgeschoss gab es zwei Warteräume mit Buffet für die unterschiedlichen Wagenklassen sowie Fahrkarten- und Gepäckschalter. Im Norden war ein einstöckiger, verputzter Anbau mit Flachdach entstanden. Der Hausbahnsteig erhielt eine Überdachung. Ein Güterschuppen entstand auf der anderen Gleisseite sowie eine Lokstation mit Wasserstation und Lokschuppen mit Drehscheibe. Der Bahnhof besaß eine Güterabfertigung und gehörte 1938 zur Rangklasse II. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen Bereits 1883 begann die RhE mit der Verlegung eines zweiten Streckengleises sowie der Höherlegung von gefährdeten Hochwassergebieten. In Linz musste dafür der Bahndamm auf ein neu zu bauendes Stadtviadukt verlegt werden. Der 1. Oktober 1912 war der Eröffnungstag der 33,92 Kilometer langen Verbindung nach Flammersfeld durch die Preußische Staatsbahn (P.St.B). Die Strecke wurde hauptsächlich zur Abfuhr der Basaltsteine aus den Steinbrüchen in Wiedtal gebaut worden. Dafür wurden die Gleisanlagen erheblich erweitert und ein Bahnbetriebswerk mit vierständigem Lokschuppen und 19-Meter-Drehscheibe, dass für die Lokomotiven der Steilstrecke zuständig war, errichtet. Dazu kam das Gebäude der Güterabfertigung neben dem Stationsgebäude. 1957 ließ die Deutsche Bundesbahn (DB) den Lokschuppen abreißen und die Drehscheibe zurückbauen. 1962 erhielt der Bahnhof ein neues, modernes Stellwerk. 1997 stellte die DBAG den Bahnverkehr auf der Gesamtstrecke nach Flammersfeld ein. Der Abschnitt bis Kalenborn wird heute noch von der Eifelbahn Verkehrsgesellschaft betrieben. Der Rest der Strecke wurde stillgelegt. 2014 nahm die Deutsche Bahn AG (DBAG) das Stellwerk von 1962 aus dem Betrieb. Die DBAG begann mit der Sanierung des Bahnhofs im Januar 2021. Dabei wurde die alte Güterabfertigung abgerissen. Was hat sich verändert, was ist geblieben Das Empfangsgebäude wurde im Laufe der Zeit kaum vernachlässigt, sodass es einen gepflegten Eindruck macht.
Die Eisenbahn “kam” am 11. Juli 1870 nach Linz (Rhein). Also 35 Jahre nach der Eröffnung der ersten Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth 1835. Linz (Rhein) hatte zu diesem Zeitpunkt sehr wenig Einwohner (Ende 2021 waren es 6.273 Einwohner).
Mülheim (Ruhr) - Niederlahnstein Mülheim-Speldorf Niederlahnstein

Bahnstation Linz (Rhein)

Linz - Kalenborn Linz (Rhein) - Kalenborn 59,0
Bahnhof um 1874
Luftaufnahme
Bilder Linz (Rhein)
Bahnhof von 1874 Buffet Wartesaal II. Klasse Planung und Konzession