EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Leverkusen-Manfort von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2022 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten
Bau und Streckeneröffnung Am 8. April 1868 wurde der Bahnhof Schlebusch für den Personen- und am 1. Mai 1868 für den Güterverkehr eröffnet. Er lag an der 12,29 Kilometer langen Teilstrecke der Bergisch- Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft (BME), die von Opladen nach Mülheim (Rhein) heute (Köln-Mülheim) verlief. Die Station lag eigentlich im Stadtteil Manfort, den es 1868 noch nicht gab. Die 35 Kilometer lange Gesamtstrecke wurde am 1. Februar 1872 für den Personenverkehr und am 12. Februar 1872 für den Güterverkehr eröffnet.

Das Empfangsgebäude Leverkusen-Manfort

Es ist möglich, das ursprünglich der traufenständige, zweiständige Putzbau mit Segmentbogenfenstern errichtet worden ist und erst nachher das mehrgliedrige Backsteingebäude in Seitenlage hinzukam. Der vordere Gebäudeteil mit Rechteckfenstern (siehe Bild rechts oben) besaß einen giebelständigen und zweistöckigen Mittelbau. Er wurde im Norden durch einen einstöckigen Backsteinanbau ergänzt, der auf dem Hausbahnsteig bis zum Mittelbau reichte. An der Gleisseite im Obergeschoss war ein Erker entstanden. Der Ausgang zum Bahnsteig war überdacht worden. Alle Gebäudeteile hatten Satteldächer. Im Erdgeschoss waren Warteräume, Fahrkarten- und Gepäckschalter, eine Bahnhofsgaststätte sowie weitere Diensträume untergebracht. Im Obergeschoss waren Dienstwohnungen entstanden. Ein Güterschuppen sowie ein Freiabort waren weitere Bahnhochbauten im Bahnhofsbereich. Der Bahnhof gehörte 1938 zur Rangklasse II. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen Der Bahnhof erhielt zwei Stellwerksgebäude sowie einen Personentunnel nach der Verlegung des zweiten Gleises. Die Mülheimer Kleinbahn eröffnete nach ihrer Gründung am 1. Mai 1908 die Mülheimer-Kleinbahn, die am Stationsgebäude endete. Nach der Eingemeindung von Mülheim durch die Stadt Köln 1914 konnte die Bahn noch bis 1934 die Verbindung nach Opladen betreiben.

Das zweite Empfangsgebäude

Das ursprüngliche Stationsgebäude von 1868 wurde an eine Schreinerei, Gaststätte und Pizzeria sowie die Wohnungen im Obergeschoss vermietet. Aufgrund der zunehmenden Verwahrlosung musste es Anfang der 1970er-Jahre abgerissen werden. Es entstand ein neuer, für die Zeit typischen einstöckiger Pavillon mit wulstigem Flachdach (ähnlich, dem Gebäude in Stommeln). In ihm befanden sich ein Warteraum mit Fahrkartenschalter und versetzt einen Dienstraum. Eine auskragende Überdachung am Hausbahnsteig bot den Reisenden einen Wetterschutz. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen Ab 1953 benannte die Deutsche Bundesbahn (DB) den Bahnhof in Leverkusen- Schlebusch um. 1989 begann der S-Bahn Verkehr in Richtung Opladen. Dabei wurden wahrscheinlich auch die Stellwerke abgerissen. Ab dem 12. Dezember 2021 wurde die Bahnstation in Leverkusen-Manfort von der Deutsche Bahn AG (DBAG) umbenannt. Was hat sich verändert, was ist geblieben Aus architektonischer Sicht besaß das Empfangsgebäude von 1868 einen älteren Gebäudeteil mit Segmentbogenfenstern, während die restlichen Gebäudeteile deutlich jünger sind. Der Pavillon wurde nach der Schließung der Fahrkartenausgabe geschlossen. Auf dem Hausbahnsteig entstand ein DB Pluspunkt
Wuppertal - Köln Wuppertal-Vohwinkel Köln-Mülheim
Bahnhof von 1874
Luftaufnahme
Bilder Schlebusch
Bahnhof von 1874

Bahnstation Leverkusen-Manfort

Planung und Konzession