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Friedrichssegen
Der erste Bauabschnitt der Lahntalbahn von Oberlahnstein nach Bad Ems wurde am 1. Juli 1858 durch die Nassauischen Rhein- und Lahn-Eisenbahn-Gesellschaft  eröffnet, der aber schon im Oktober 1858 die finanziellen Mittel ausgingen. Den Weiterbau übernahm am 14. Oktober 1858 die Nassauischen Staatsbahnen. Mit dem Bau der Bahnhofsgebäude und der Gleisanlagen wurde am 6. November 1883 begonnen. Das aus Klinker gemauerte Empfangsgebäude mit Güterschuppen wurde von der “Grube Friedrichssegen” finanziert und gebaut. Die Eröffnung fand am 20. Mai 1884 statt. Neben dem Empfangsgebäude gab es noch ein Wohnhaus mit Stallungen für das Bahnpersonal. Die Grube förderte silber-, blei- und zinkhaltige Erze. Bereits 1220 wurde die Grube Berg Tiefenthal” erstmals erwähnt. Bis 1852 gab es häufige Besitzerwechsel. Ab 1880 wurde eine Schmalspurbahn, zum Teil mit Zahnstangenbetrieb, über eine 2,67 km lange Gleisverbindung zur Lahntalbahn gebaut. Das Erz wurde über den eigenen Bahnhof, in dem es einen Erzlagerschuppen gab, zwischengelagert. Später siedelten sich noch ein Tonwerk und ein Schrotthandel am Bahnhof an. Im Jahr 1900 wurde ein eingeschossiger Anbau am Empfangsgebäude angefügt. 1913 wurde das Stellwerk Friedrichssegen Ost am Bahnübergang gebaut, das 2006 aufgelassen wurde. Um 1930 erhielt das Empfangsgebäude einen Stellwerksanbau. Im Zuge der Sanierungsarbeiten der Lahntalbahn, die 2015 abgeschlossen wurden, baute die Deutsche Bahn AG die Gleisanlage des Bahnhofs bis auf die Streckengleise zurück. Friedrichssegen wurde zum Haltepunkt.
Bilder Friedrichssegen
Bahnhof um 1910
Luftaufnahme
Z Bahnhof iel
Lahntalbahn
Bahnhof um 1910
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